Pressebericht zur Elektromobilität

Ökologisch und ökonomisch haben sich die Erwartungen erfüllt

Die Kirchliche Sozialstation Rheinstetten zieht ein positives Fazit nach einem Jahr „elektrisch mobil“

Seit rund einem Jahr setzt die Kirchliche Sozialstation Rheinstetten in der ambulanten Pflege auf Elektromobilität. Mit zehn Elektrofahrzeugen sind die Mitarbeitenden auf den Straßen Rheinstettens unterwegs, um in bis zu 300 Hausbesuchen täglich kranke und pflegebedürftige Menschen zu versorgen. Das Fazit nach einem Jahr: Der Umstieg auf die E-Mobilität hat sich in jeder Hinsicht gelohnt.

„Mit dem Thema Elektromobilität beschäftigen wir uns schon seit mehreren Jahren. Jedoch war das Angebot an Fahrzeugen, die den Anforderungen für den Einsatz in einem Pflegedienst unter wirtschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten entsprachen, überschaubar“, so Hans Reinbold, Vorsitzender des Aufsichtsrates. Erst im Jahr 2018 konnten die Voraussetzungen geschaffen werden.

Neben den Stellplätzen für die Ladeinfrastruktur, musste die Finanzierung der Umstellung auf Elektromobilität gesichert werden. Zusätzlich zum Umweltbonus des Bundes wurden Landesförderungen, im Wesentlichen der BW-e-Gutschein für die Fahrzeuge sowie das Programm Charge@BW für die Ladeinfrastruktur, in Anspruch genommen. Weitere Unterstützung erhielt die Kirchliche Sozialstation Rheinstetten über ihre Träger: die Römisch-katholische Kirchengemeinde und die Evangelische Kirchengemeinde Rheinstetten beteiligten sich über den caritativen Förderverein St. Ulrich und Diakoniefonds an der Umsetzung einer emissionsfreien Mobilität in Rheinstetten.

„Neben den Personalkosten für über 80 Mitarbeitende, stellt der Fuhrpark den zweitgrößten Kostenfaktor dar“, so Daniel Fehrer, Geschäftsführer der Kirchlichen Sozialstation Rheinstetten. Deshalb war zumindest ein „wirtschaftliches Nullsummenspiel“ die Zielsetzung des Vorhabens. „Ein ideales Einsatzfeld für Elektromobilität haben wir in der ambulanten Pflege schon lange gesehen“, so Fehrer weiter. Die täglich gefahrenen Kilometer seien nahezu identisch, der Verschleiß durch häufige Startvorgänge und Kurzstrecken bei Elektroautos geringer und die Ladezeiten zwischen Früh- und Spätdiensten mehr als ausreichend.

Nach mittlerweile 88.000 elektrisch gefahrenen Kilometern innerhalb Rheinstettens zieht Daniel Fehrer ein in jeder Hinsicht positives Fazit. „Die Mitarbeitenden freuen sich über ein modernes Arbeitsmittel mit Spaßfaktor und Komfort, wie beispielsweise Sitz- und Lenkradheizung. Ökologisch und ökonomisch haben sich die Erwartungen erfüllt und auch der Beanspruchung im Dauereinsatz halten die Fahrzeuge stand“, betont der Geschäftsführer.

Derzeit sind zwar noch in verschiedenen Bereichen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor im Einsatz, aber auch bei „Essen auf Rädern“ wurden die Weichen in Richtung E-Mobilität gestellt. Im Januar 2021 wurde der erste elektrische Transporter in Betrieb genommen.




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